1237 Tage

…das sind ca. 3,5 Jahre, seit denen ich das Coimbra-Protokoll mache.

Vielleicht ist es mal wieder Zeit für eine Zwischenbilanz.

Ich weiß natürlich nicht, wie es mir jetzt gehen würde ohne diese Behandlung.
Was ich relativ sicher sagen kann:

Ich hätte nach zwei erfolglosen Versuchen einer schulmedizinischen Basistherapie (Tecfidera und Copaxone) sicher noch andere Medikamente probiert. Weil Neurologen das so machen. Sie müssen ihren Patienten Optionen der Schulmedizin anbieten.
Wahrscheinlich wären das Mitoxantron gewesen und mit ziemlicher Sicherheit Ocrevus.
Beides mit zweifelhaftem Nutzen und erheblichen Nebenwirkungen. Das ist soweit sicher!
Und das will ich NICHT.

Nun hatte ich nach den ersten 2,5 Jahren unter Schulmedizin entschieden, mit der hochdosierten Vitamin D3 Behandlung einen anderen Weg zu gehen.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg der Richtige ist.

Die typische Wassermann-Frau ist selbstbewusst und voller Tatendrang. Sie möchte etwas verändern und liebt das Ungewöhnliche.

Das sagt der Focus, findet man aber auch an vielen anderen Stellen

Ich bin halt ein typischer Wassermann 😉

Und ganz ohne Behandlung?
Keine Ahnung.
Ich habe nach sieben Jahren MS trotz Coimbra leider für mich deutliche Verschlechterungen erfahren.
Aber: ich habe kein neues Symptom entwickelt.
Und vielen Menschen fallen diese Verschlechterungen wahrscheinlich nicht auf. Auch das zähle ich als Erfolg.
Ich kann nach dieser relativ langen Zeitspanne bis jetzt nicht bestätigen, dass es zu einem Stopp der Verschlechterung gekommen ist.
Eventuell dauert es noch. Für mich steht fest, dass ich weiter diese Therapie machen werde. Sie schränkt mich etwas ein, da ich Käse immer geliebt habe und jetzt nicht mehr essen darf. Genauso wie Joghurt und Quark. Dafür habe ich keinerlei Nebenwirkungen, das ist ein unschätzbarer Vorteil gegenüber der Schulmedizin.
Positive „Nebenwirkungen“ des Coimbra-Protokolls sind eine erhöhte Abwehrkraft. So fühle ich mich z.B. gut gewappnet gegen Covid-19. Es gibt auch Studien, dass Krebserkrankungen bei einem sehr hohen D3-Wert seltener auftreten.
Positiv finde ich auch, dass ich mir diese vorgeschriebene Trinkmenge von 2 1/2 Liter so problemlos angewöhnt habe, dass mich das gar nicht belastet.
Auch das ist auf jeden Fall gut für mich.

Das Einzige worauf ich mich im Moment einlasse, sind monatliche Cortison-Infusionen. Das war der MS-Klinik in Hachen wichtig, da sie auch Verschlechterungen bemerken, aber mir das CP nicht ausreden wollen.
Für mich ein guter Kompromiss.

Und auch da bin ich frei in meiner Entscheidung, ob ich das mache oder nicht. Wegen Corona habe ich zwischen März und Juli ausgesetzt.

Ein selbstbestimmtes Leben ist mir sehr wichtig. Und da lasse ich mir z.B. auch nicht sagen, wie ungesund Tattoos sind. Das ist in meinen Augen nur ein (sehr) kleines Laster. Man kann nicht alles nach Vorschrift machen. 😉

Mein Fazit: Alles ist gut, ich mache weiter so und ich lebe weiterhin glücklich im Hier und Jetzt…

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